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Neue Plattformen für Entwickler

Interview mit Glenn Jarrett, Head of Electronics Marketing & Mark Cundle, Technical Marketing Manager, RS Components

Können Sie kurz die drei neuen Plattformen erklären?

Marc Cundle: Component Chooser ist eine neue Suchmaschine mit einer sehr umfangreichen Datenbank und einer intuitiven Nutzer-Oberfläche. Sie ermöglicht eine Suche über nahezu alle Parameter der Produkte, die wir im Angebot haben und künftig anbieten werden. Die 3D-CAD-Modelle bieten eine einfache und flexible Lösung für Entwickler, das richtige Modell für ihre elektromechanischen Komponenten zu finden. Dazu gibt es gleich die RS-Produktnummer, so dass der Entwickler die Daten direkt an seinen Einkäufer weitergeben kann. Die Modelle stehen in allen wichtigen Formaten zur Verfügung. EDP ist ein Entwicklungs-Kit für schnelles Prototyping. Es ist sehr flexibel und lässt sich mit ARMs mbed Virtual Development System nutzen. Alle Plattformen sollen es Entwicklern erleichtern, Produkte zu suchen, auszuwählen und sie von RS zu kaufen. Wir wollen den Entwicklern damit das Leben einfacher machen.

Was sind die Überlegungen, die hinter diesen neuen Plattformens stehen?

Glenn Jarrett: Wir haben festgestellt, dass Entwickler immer mehr Zeit online verbringen und gleichzeitig die Informationsmenge immer unüberschaubarer wird. Es ist sehr umständlich, sich durch Berge irrelevanter Informationen zu wühlen und Zeit im Internet zu verschwenden. Wir haben versucht, ein Umfeld zur Verfügung zu stellen, in dem der Entwickler sehr schnell die vollständigen Informationen findet, die er braucht. Wir wollen ein verlässlicher Partner bei der Online-Design-Experience sein und eine einfache Möglichkeit bieten, die Produkte zu kaufen, die der Entwickler braucht.

Wie haben Sie die Hersteller und Kunden in die Entwicklung der Plattformen mit einbezogen?

Glenn Jarrett: Wir haben sehr viel Zeit damit verbracht, mit unseren Kunden zu reden, um Ideen zu sammeln und einiges davon war ein konstruktives Feedback darüber, was unsere Seite heute nicht kann. Daraus ergaben sich einige Ideen, um die Schwachstellen zu beheben. Dann haben wir die Ideen den Herstellern präsentiert. Einige waren spontan davon begeistert, einige waren ein bisschen nervös, vor allem bei den 3D-CAD-Modellen. Während der Entwicklungsphase haben wir mit denselben Kunden einen Test gemacht und weiteres Feedback bekommen, das wir in die weitere Entwicklung haben einfließen lassen. Wir hatten verschiedene Testphasen bei der Entwicklung des Component Choosers. Insgesamt war das Feedback sehr positiv.

Glenn Jarrett, Head of Electronics Marketing
Mark Cundle, Technical Marketing Manager

Bei den 3D-Modellen war das Feedback unserer Kunden der Auslöser, um solch ein Angebot überhaupt zu entwickeln. Wir haben immer wieder erlebt, dass unsere Kunden die Modelle nicht finden konnten und uns um Hilfe gebeten haben. Es gibt nicht besonders viele Modelle, so dass man sich oft damit behelfen muss, selber welche zu erstellen oder existierende Modelle zu überarbeiten. Das ist sehr zeitaufwändig.

Marc Cundle: Und die Modelle, die es gibt, lassen sich oft nicht in alle Programme integrieren und sind möglicherweise dann nicht mehr ganz genau. Es geht nicht nur darum, die Modelle zur Verfügung zu stellen, sondern auch in verschiedenen Formaten, so dass sie kompatibel zu den unterschiedlichen Software-Umgebungen sind.

Was ist der Unterschied zwischen dem heutigen Entwickler und dem Entwickler der Zukunft?

Glenn Jarrett: In der Vergangenheit haben Entwickler mit Papier gearbeitet. Und wir erleben gerade eine Revolution in der Art, wie Informationen gelernt und mitgeteilt werden durch das Internet. Wer weiß, was als nächstes kommt? Wir wollen da auf dem neuesten Stand bleiben und sicherstellen, dass wir Informationen auf eine Art und Weise zur Verfügung stellen, wie die Entwickler es erwarten. Und gerade die jungen Entwickler kommunizieren völlig anders miteinander. In der Vergangenheit war unser Katalog ein sichtbares Zeichen dafür, dass RS viele Produkte im Angebot hat. Diese Sichtbarkeit wollen wir jetzt auch online schaffen und wir müssen überall dort sein, wo die Entwickler sind.

Sie haben viel über Vertrauen gesprochen. Warum sollten die Entwickler der RS-Datenbank vertrauen? Letztlich wollen Sie Produkte verkaufen, was dem Entwickler ja auch klar ist.

Glenn Jarrett: Wenn wir beweisen können, dass wir sehr viele sehr relevante Informationen zur Verfügung stellen, werden die Entwickler auch immer wieder auf unsere Angebote zurückgreifen. Wir wollen zeigen, dass es sehr einfach ist, die Informationen zu finden, dass die Navigation sehr einfach ist. Natürlich wollen wir ihnen am Ende Bauteile verkaufen, aber wir glauben, dass das eine natürliche Konsequenz ist, wenn wir vorher unsere Vertrauenswürdigkeit mit den zuverlässigen, umfassenden und relevanten Informationen unter Beweis gestellt haben. Wir haben beispielsweise in Deutschland über 100.000 Kunden, die jeden Tag zu uns kommen und unsere Angebote nutzen. Wenn wir diese Erfahrung für sie noch verbessern können, werden sie noch öfter kommen und es werden noch mehr folgen. Das Vertrauen ergibt sich aus der Erfahrung, die unsere Kunden bereits mit RS gemacht haben. Das ist die Basis, auf die wir aufbauen können. Sie kennen uns, sie arbeiten gerne mit uns zusammen.

Marc Cundle: Eigentlich nutzt fast jeder im Internet nur vier oder fünf Webseiten regelmäßig. Dabei kommt es auf die Bedienbarkeit der Seite und die Relevanz der Informationen an. Und wir wollen eine sehr relevante Seite im Entwickler-Umfeld werden.

Welchen Teil des Katalogs wollen Sie mit dem Component Chooser abdecken?

Glenn Jarrett: Wir werden damit alle elektronischen Komponenten abdecken: Halbleiter, elektromechanische und passive Bauteile. Im vierten Quartal werden wir das Angebot noch um die Test- & Messgeräte ergänzen.

Marc Cundle: Zusammen mit den Test- & Messgeräten werden dann auch Development-Kits, Single-Board-Computer usw. verfügbar sein.

Wie viele von den 3D-Modellen werden Sie selber erstellen, wie viele kommen von den Herstellern?

Marc Cundle: Von den 20.000 Modellen, mit denen wir starten, kommen etwa 90 Prozent von den Herstellern. Wir haben sie lediglich in eine Hersteller-neutrale Form übersetzt. Die 25.000 weiteren Modelle, die wir im Lauf der nächsten sechs Monate zur Verfügung stellen, stammen überwiegend von Herstellern, die keine eigenen Modelle haben. Da werden wir dann die Modelle von unserem Partner TraceParts erstellen lassen.

• more@click-Code: EE-2010-05-05-RS

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